Ist Ihr Flachglas-Unternehmen fit für die Zukunft?

Seien Sie erfolgreich in einer anspruchsvollen Branche

Als Glasverabeiter oder Isolierglashersteller fertigen Sie Flachglas-Produkte in höchster Qualität bei kurzen Lieferzeiten. Produktvielfalt und Produktperformance nehmen zu, dabei sind die Losgrößen meist gering: Wir reden also über anspruchsvolle Variantenfertigung, oftmals bei Losgröße eins. Die beherrschen Sie. Beste Voraussetzungen für ein solides Geschäft?

Schwieriger Markt

Aber: Trotz der hohen Performance Ihrer Produkte, trotz immer komplexerer Konstruktionen, trotz stetiger Nachfrage sind Ihre Margen niedrig. Überkapazitäten, Billigimporte, Fachkräftemangel und Preisverfall führen auch bei High-End-Produkten zu stetig sinkenden Verkaufspreisen und geringen Deckungsbeiträgen. Obwohl die Branche mit der Nachfrage eigentlich ganz zufrieden ist, stehen die Unternehmen unter massivem Preisdruck und sehen sich einem gefährlichen Verdrängungswettbewerb ausgesetzt.

Auf diese Herausforderungen müssen Sie aktiv reagieren, um Ihr Unternehmen zukunftsfähig zu machen. Denn trotz aller Probleme arbeiten Sie auf einem vitalen, spannenden Markt, der durchaus auch hervorragende Chancen bietet. Dafür haben wir im Folgenden einige Empfehlungen für Sie zusammengestellt.

 

Tun Sie das Wichtigste zuerst!

  • Prozesse optimieren
  • Kosten minimieren
  • Produktivität erhöhen
  • Spitzenqualität liefern
  • Besten Service bieten

Wenn Sie diese fünf unternehmerischen Anforderungen in den Griff kriegen, können Sie sich eigentlich bequem im Sessel zurücklehnen, aber so einfach ist das natürlich nicht. Immerhin:

Alle fünf Herausforderungen erfordern Automation – für jeden Hersteller ein Thema, das unter den Nägeln brennt, sprich: fast jeder hat hier Handlungsbedarf. Und wenn Sie konsequent automatisieren wollen, macht das nur Sinn, wenn Sie sich den Themen Digitalisierung und Industrie 4.0 stellen.

 

Automatisierte Prozesse sind heute hoch digitalisierte Prozesse. Ohne konsequente Digitalisierung können Sie am Markt auf Dauer nicht bestehen.

Auch wenn Sie das Wort schon nicht mehr hören können: Begreifen Sie digitale Transformation als Chance! Mit Hilfe digitalisierter Abläufe optimieren Sie Ihre Prozesse an vielen Stellen des Unternehmens. Das beginnt mit der Auftragsabwicklung und der Materialwirtschaft, setzt sich fort an vielen Stellen der Produktion, sorgt für geordnete Abläufe im Versand und ermöglicht einfache und sichere Lieferprozesse. Digitalisierung senkt Ihre Material- und Arbeitskosten signifikant und erhöht Ihre Produktivität. Und sie ermöglicht Ihnen überhaupt erst die notwendigen Automationsschritte.

Lesen Sie in einem GLASWELT-Interview mit A+W CEO Peter Dixen, wie sich die Digitalisierung in den nächsten Jahren für die Unternehmen der Flachglasindustrie auswirken wird.

GLASWELT-Interview Peter Dixen


Im Folgenden stellen wir Ihnen die erfolgreichen Geschäftsmodelle zweier mittelständischer Unternehmen vor, die ohne konsequente Digitalisierung gar nicht möglich gewesen wären.

Was Automation nicht bedeutet

Mit Automation ist nicht gemeint, dass nun in jedem Unternehmen Roboter ihren Dienst verrichten und dass Sie Ihren gesamten Maschinenpark gegen Anlagen neuester Generation austauschen sollten. Es bedeutet vielmehr, dass Sie Ihre Fertigungsprozesse im Innovationsverbund mit Ihrem Softwarepartner und Ihren Maschinenlieferanten intelligent, effizient und kostengünstig gestalten. Klar, Industrie 4.0 ganz ohne hoch digitalisierte Maschinentechnik, vernetzte Softwarelösungen und cleveres Prozessmanagement wird nicht funktionieren. Doch letztlich entscheiden Sie, wie weitgehend Sie die Prozesse in Ihrer Smart Factory automatisieren und digitalisieren, wie viele Tonnen an Stahl und welche intelligente Unternehmenssoftware Sie dazu benötigen. Im Folgenden einige Tipps dazu.

1. INDUSTRIE 4.0 IST MEHR ALS FERTIGUNGSOPTIMIERUNG.

Sie beginnt im kaufmännischen Bereich und umfasst die gesamte digitale Kommunikation mit Kunden, Lieferanten und Partnern.

Dies ist eine der wichtigsten Voraussetzungen, um eine ‚Smart Factory‘ durchgängig zu verwirklichen. Wer von einer selbststeuernden Produktion träumt, während in der Auftragsbearbeitung immer noch stapelweise Faxbestellungen, oft mit zeitraubenden Klärungsgesprächen am Telefon, den geschäftlichen Alltag bestimmen, der springt zu kurz, und seine Auftragsabwicklung wird zum Flaschenhals.

Die Digitalisierung des Angebots-, Bestell- und Auftragswesens zwischen Marktpartnern hat höchsten Stellenwert. Sie kommt den veränderten Kaufgewohnheiten des Kunden im privaten Bereich entgegen. Man bestellt online rund um die Uhr, und zwar zunehmend auf mobilen Geräten. Warum nicht auch im kommerziellen Bereich?

Viele innovative Unternehmen der Glas- und Fensterbranche haben das verstanden und mit dem Aufbau von Webshops zur mobilen online-Bestellung begonnen. Denn die online-Bestellung via Webshop bedeutet für den Kunden höchste Flexibilität, Mobilität und Zeitersparnis. Er benötigt keine installierte Bestellsoftware und keinen Büro-Arbeitsplatz, sondern lediglich ein mobiles Endgerät, auf dem er einen Web-Browser nutzen kann. Der Anwender kann mit seinem Endkunden vor Ort Produktvarianten, Preise und andere Optionen durchspielen und korrekte Angebote erstellen – denn er arbeitet stets mit den aktuellen Daten im ERP-System des Produzenten: Produkte, Preise, Konditionen – alles passt.


Joel Rosenqvist, CEO Osby Glas

"Unsere Kunden" erklärt Joel, begeisterter Webshop-Anwender, "können bei der online-Bestellung keine Erfassungsfehler mehr machen – was bestellt wird, kann auch gebaut werden. Die gesamte Bestellung durchläuft eine Restriktionsprüfung auf Basis unserer in A+W Business hinterlegten Stammdaten. Der Kunde übermittelt uns also eine technisch korrekte vollständige Bestellung. Es kommt nicht zu Rückfragen und langwierigen Klärungen am Telefon oder per E-Mail. So erreichen wir spürbar höhere Effizienz im gesamten Bestellvorgang."


2. Lager und Bestellung digital: Materialwirtschaft 4.0

Noch gehört das Bild leider in vielen Unternehmen zum Alltag: Ein Mitarbeiter wandert mit Papier und Stift bewaffnet durchs Lager und überprüft, ob für einen wichtigen Auftrag das notwendige Material vorhanden ist. Wenn etwas fehlt, führt ihn sein Weg zurück ins Büro, wo er bestellt oder bestellen lässt – natürlich wiederum manuell, per Telefon, E-Mail oder Fax. Wertvolle Zeit geht verloren, eventuell können zeitnahe Liefertermine nicht bestätigt werden.

Digitale Materialwirtschaft und Lagerverwaltung sollten daher feste Bestandteile ihrer Unternehmenssoftware sein, und sie sollten vor allem auch konsequent genutzt werden! Jede noch so exotische Lagerplatte, jedes Paket Abstandhalter, jedes Fass mit Dichtstoff, kurz, alles, was Sie zur Abarbeitung eines Auftrages brauchen, muss durch intelligentes Bestandsmanagement im System bekannt sein!

Bei optimaler Konfiguration können in Ihrer Materialwirtschaft Mindestbestände hinterlegt werden. Bei Unterdeckung schlägt Ihre Software Alarm und löst, wenn Sie das so möchten, automatisch die notwendigen Nachbestellungen aus.Nur mit Hilfe dieser Daten wird auch eine zuverlässige Kapazitätsplanung möglich. Voraussetzung dafür ist natürlich, dass alle Mitarbeiter die digitale Materialwirtschaft ‚leben‘. Das heißt, sämtliche Ein- und Ausgänge werden konsequent gebucht und im System hinterlegt. Das kann mit Hilfe einer gut konfigurierten Barcodelösung geschehen. Nur dann kann Ihre digitale Lagerverwaltung dafür sorgen, dass jederzeit alle notwendigen Teile verfügbar sind.

Vor allem aber wird eine gute Materialwirtschaft, wie etwa bei den A+W-Systemen A+W Business und A+W Enterprise, vollständig in Ihr Auftragserfassungssystem eingebunden sein. Das heißt, Sie können keinen Liefertermin bestätigen, wenn Sie nicht vorher das ‚ok‘ von der ‚MaWi‘ bekommen haben. Wenn Ihr System richtig konfiguriert ist, wird die Lagersituation automatisch vom System abgefragt, bevor Sie einen Auftrag bestätigen und in der Produktionsplanung zur Fertigung einplanen können.

Lageroptimierung - Vernetzung mit Lieferanten - Es versteht sich von selbst, dass Ihr Unternehmen für eine derart automatisierte Lager- und Beschaffungswirtschaft intern durchgängig vernetzt sein muss – anders können Realtime-Informationen über die Material- und Beschaffungssituation nicht zusammengeführt werden.

Immer größere Bedeutung gewinnt aber auf dem Weg zu Industrie 4.0 die Einbeziehung der Lieferanten in diese Vernetzung. Hier müssen zur Vereinfachung der Bestellkommunikation zunehmend digitale Plattformen für die Kommunikation und Bereitstellung wichtiger Informationen entstehen – letztlich müssen alle Partner in der Supply Chain digital vernetzt sein.

So ist es denkbar, dass Ihr Beschaffungssystem künftig blitzschnell die Lieferfähigkeit verschiedener Lieferanten abgleichen und selbstständig auf die aktuelle Situation reagieren kann. Mit ‚Materialwirtschaft 4.0‘ sichern Sie nicht nur zuverlässig Ihre Flexibilität und Lieferfähigkeit, sondern Sie sparen auch jede Menge unproduktiver Arbeit ein – denn der Kollege, der mit Auftragspapieren und Stift im Lager unterwegs ist, kann in dieser Zeit ja auch nützlichere Dinge tun.

3. Fertigungsoptimierung beginnt immer im Zuschnitt!

Wenn hier die Abläufe nicht stimmen, merken Sie das schmerzlich bei den nachgelagerten Technologien oder, im schlechtesten Fall, im Versand.

Im Zuschnitt treffen die zunächst widersprüchlichen Anforderungen ‚bestmögliche Verschnittoptimierung‘ und ‚Herstellen von Wunschsequenzen‘ aufeinander. Am besten lassen sich diese Ziele durch die Einführung eines von intelligenter Software gesteuerten automatischen online-Sortiersystems vereinbaren – das heißt, die Scheiben werden berührungsfrei und in richtiger Sequenz der Isolierglaslinie zugeführt; andere Maschinen werden über ebenfalls automatisch befüllte Fächerwagen bedient. Diese intelligenten Sortierlösungen lohnen sich nicht nur für Großunternehmen, sondern werden zunehmend auch in mittelständischen Unternehmen eingesetzt.

Sie vernetzen den Zuschnitt auf intelligente Weise mit den Folgetechnologien und dem Versand: Das geht über Prozessautomatisierung, wie wir sie bisher kannten, hinaus und ist ein wichtiger Schritt in Richtung Industrie 4.0 – Maschinen, Software Produkte und Menschen kommunizieren permanent miteinander. Wenn Sie Ihren Zuschnitt konsequent automatisieren, optimieren Sie damit nicht nur Ihre Prozesse in der gesamten Produktion. Sie senken gleichzeitig Material- und Arbeitskosten und erhöhen Ihre Produktivität. Sie können in der gleichen Zeit mit weniger Mitarbeitern mehr Glas zuschneiden, sortieren und verarbeiten. Automation des Zuschnitts bedeutet außerdem erhöhte Qualität durch weniger manuelles Handling – Ihr Glas wird sozusagen im Schongang zugeschnitten, abgestellt und zur weiteren Bearbeitung transportiert. Schließlich liegt hier der Schlüssel zu besserem Kundenservice, denn Automation im Zuschnitt ist eine hervorragende Voraussetzung für kürzere Lieferzeiten – zumindest, wenn Sie bei den Folgeprozessen nichts verkehrt machen.

Werfen Sie einen Blick auf die softwaregesteuerten Produktionsprozesse unserer Isolierglas-Kunden und sehen Sie, wie durchgängige Automation die gesamte Fertigung optimiert.

Maßgeschneiderte Prozessoptimierung im Zuschnitt

Es muss nicht immer gleich eine online-Sortieranlage sein. Bereits das heute meist vorhandene automatische Kompaktlager für Ihre Bandmaße trägt zur Beschleunigung und Optimierung des Zuschnitts bei. Auch durch den Einsatz intelligenter Optimierungslösungen im Zusammenspiel mit Restblatt-Verwaltungssystemen (z.B. HEGLA Remaster) erreichen Sie flüssigere Abläufe und sparen wertvolles Material ein. Lösungen zur Automatisierung müssen für Ihr Unternehmen maßgeschneidert sein! Sprechen Sie mit Ihrem Softwarepartner und ihren Maschinenlieferanten.

4. Das einzige Papier, das Ihre Fertigungsprozesse begleiten sollte, ist das Barcode-Etikett.

So arbeiten Sie schneller und sicherer. Ersetzen Sie Papier durch Scanner und übersichtliche Monitore / Production Terminals.

Mitarbeiter scannt den Barcode der Produkte zur Betriebsdatenerfassung.

Position und Fertigungsstatus jeder Scheibe müssen jederzeit bekannt bzw. abrufbar sein. Dazu brauchen Sie ein BDE-System (Betriebsdatenerfassung) mit Scheibenverfolgung / Tracking. Erst mit einer wohl organisierten BDE mit Barcode-Registrierung und übersichtlichen Produktionsbildschirmen können Sie Scheiben durchgängig verfolgen (Tracking), sicher identifizieren, Reihenfolgen ändern, Kundenanfragen zum Fertigungsstatus zuverlässig beantworten etc. Und erst dann wird der Anblick, wie Mitarbeiter stirnrunzelnd Scheiben mit dem Bandmaß nachmessen und von einem A-Bock zum anderen und wieder zurücktragen, weitestgehend der Vergangenheit angehören. Daraus ergeben sich völlig neue Möglichkeiten, die sich in Ihrer Fertigung unmittelbar auswirken:

Beispiel für Iso-Hersteller: Bei modernen komplexen Scheibenaufbauten, insbesondere mit steigenden Anteil an 3-fach Iso, benötigen die Werker an der Linie übersichtliche visuelle Informationen – es ist teuer, wenn eine Scheibe falsch in eine Iso-Einheit eingebaut und diese Fehlproduktion womöglich sogar so ausgeliefert wird! Durchgängige BDE in Verbindung mit übersichtlichen Fertigungs-Monitoren erhöht die Sicherheit und zeigt den Mitarbeitern an der Iso-Linie Schichtlagen und Referenzkanten sicher an.

Beispiel Schlechtscheiben: Bei Bruch oder Beschädigungen stellen Sie per BDE zeitnahen Nachschnitt sicher, weil Sie Schlechtscheiben schnell und sicher identifizieren können. Da Sie vernetzt arbeiten, ist die Einrichtung eines funktionierenden Bruchpools ein Kinderspiel: Die kaputte Scheibe wird an der entsprechenden Arbeitsstation ‚Bruch-gelesen‘, die Scheibendaten werden in Echtzeit in den Zuschnitt übertragen und in die laufende oder nächstmögliche Optimierung eingesteuert. In der Regel können Sie den Nachläufer noch mit der vorgesehenen Tour, zumindest aber zeitnah ausliefern. Damit verbessern Sie Ihre Lieferqualität und Kundenzufriedenheit.

Thomas Knott, IT-Leiter Glas Schöninger:

Das A+W Barcode-Tracking hat unsere gesamte Fertigungsorganisation auf einen neuen Performance-Level gehoben. Erst damit sind wir in der Lage, uns wirklich effizient zu organisieren, ohne lange Informationswege, umständliche Anfragen oder gar zeitaufwändige Nachproduktionen. Früher musste ein Mitarbeiter oft stundenlang auf Gestellen suchen, um eine Scheibe zu finden, von der er nicht mal sicher wissen konnte, ob sie bereits gefertigt war oder nicht. Heute schaut er im System nach – fertig.“

Gerade im Versand, wo Fertigprodukte aus den verschiedenen Abteilungen bzw. von verschiedenen Isolierglas-Linien zusammengeführt und korrekt verladen werden müssen, ist die Identifizierung und Registrierung per Barcode-Lesung enorm hilfreich. Da sämtliche BDE-Informationen ins kaufmännische System zurückgemeldet werden, können die Mitarbeiter in der Auftragsbearbeitung den Kunden jederzeit Auskunft auf die Frage „Wo ist meine Scheibe?“ geben – die Angabe der Auftragsnummer oder anderer Kenndaten genügt. Moderne Scanning-Systeme mit Smart Devices als Endgeräten wie etwa der A+W Smart Companion erleichtern das Scannen in Produktion und Lager und bieten darüber hinaus Infoterminal-Funktionen.

A+W Smart Companion: Cleverer Scannen mit dem Smartphone.

Der norwegische Glasveredler Rakvaag ist mit durchgängiger BDE vernetzt – jeder Mitarbeiter und das Führungsteam verfügen jederzeit über sämtliche notwendigen Informationen.

5. Optimieren Sie Versand und Lieferung.

Gut eingestellte Fertigungsplanung und -steuerung mit hohem Automationsgrad sorgt dafür, dass jede Scheibe zum Liefertermin fertig produziert zur Verpackung und für den Versand bereitstehen. Jetzt muss nur noch sichergestellt werden, dass die Scheiben passgenau zum Liefertermin auf dem Hof des Kunden stehen.

Viele Flachglas-Unternehmen haben eine hoch anspruchsvolle Verpackungs- und Versandlogistik, die mitunter viele Mitarbeiter auf Trab hält. Neben komplexer Tourenplanung ist die optimierte Beladung der Transportfahrzeuge hinsichtlich Abmessungen, Verpackungsarten und Glassorten eine Herausforderung. Die möglichst effiziente und preisgünstige Optimierung und Steuerung eines umfangreichen Fuhrparkes erfordert viel Erfahrung und Flexibilität – ebenso wie die reibungslose Auslieferung mit sauberer Dokumentation.

Die gute Nachricht: Auch Logistik lässt sich automatisieren! Clevere Softwarelösungen für das Logistik-Management übernehmen viele Aufgaben, die bislang händisch erledigt wurden. Sie vereinfachen das gesamte Versandwesen, beschleunigen es und machen es sicherer: Auch Versand wird mehr und mehr Bestandteil von Glasindustrie 4.0. Diese Systeme optimieren zunächst die Beladung und verteilen Transportgestelle und Kisten optimal auf Ladeflächen – im besten Fall mit grafischer Unterstützung. Gegebenenfalls kann dies sogar dazu führen, dass kurzfristig andere Fahrzeuge zur maximalen Nutzung der Transportkapazitäten genutzt werden, natürlich immer unter Berücksichtigung der Tourenplanung.

Logistik-Optimizer beachten Streckenrestriktionen (beispielsweise Brückenhöhen oder zulässiges Fahrzeug-Gewicht) sowie Verkehrsinformationen. Sie ermitteln durch intelligentes Transport-Management die bestmöglichen Fahrstrecken mit der optimalen Reihenfolge der Abladestellen. Abweichende Lieferadressen werden dabei genauso berücksichtigt wie spezifische Termin-/ Zeitzusagen an den Kunden. Das auszuliefernde Gewicht wird so auf die LKWs verteilt, dass jede Abladestation nur einmal angefahren werden muss – somit werden automatisch immer die passendsten LKW für die Route herangezogen. Erforderliche Entladetechnologien wie z.B. on-board-Kräne werden berücksichtigt.

Auch die Auslieferung selbst wird unterstützt. So kann die Versandabteilung einerseits die Tour-Daten an das Navigationssystem exportieren, andererseits kann, bei ausgereiften Systemen, der Fahrer mittels einer eigenen Liefer-App mit dem Smartphone die Auslieferung buchen und in Echtzeit in die ERP-Software A+W Business zurückmelden. Dort kann der Versandleiter die Auslieferung der Tour online überwachen und auf Rückmeldungen, wie „Scheibe 0815 Bruch“ direkt reagieren.


Der Lieferant spart auf diese Weise oft mehrere Tage und kann die nachgefertigte Scheibe in vielen Fällen schon am nächsten Arbeitstag ausliefern. Der Fahrer hat außerdem die Möglichkeit, mit dem Smartphone die Liefersituation (Wo? In welchem Zustand?) zu fotografieren; das Bild verbleibt im System und dient als zusätzlicher Nachweis für ordnungsgemäße Lieferung, ggf. abweichende Abladestelle und Unregelmäßigkeiten wie Beschädigungen etc.

Wenn der Kunde die korrekte Lieferung bestätigt, kann die Fakturierung unmittelbar angestoßen werden – wieder wird Zeit und Geld gespart. Auch die Auslieferung und Abholung von zusätzlichen Gestellen wird von dem System unterstützt und lässt sich vollständig in die Tourenoptimierung integrieren.

6. Vernetzen Sie alle Unternehmensbereiche mit einer durchgängigen Branchensoftware.

Vom Bestellprozess über die gesamte Fertigung bis zur Liefer-Logistik.

Ein Mitarbeiter sitzt am Computer und arbeitet mit der Software über alle Unternehmensprozesse hinweg vom Bestellprozess bis zur Liefe-Logistik via Software..

Automatisierung, Digitalisierung, Fertigungsoptimierung … Wir haben Ihnen einige ‚Baustellen‘ vorgestellt, an denen heute viele Unternehmen der Flachglasbranche arbeiten. Und wir haben gezeigt, dass alles mit allem zusammenhängt, etwa wie die Automation des Zuschnitts über die Produktion hinaus den Versand und Ihre Servicequalität optimiert. Das kann allerdings nur ganzheitlich gesteuert werden, wenn Sie konsequent auf einer integrierten Plattform arbeiten, das heißt, mit einer durchgängig vernetzten Unternehmenssoftware.

Noch immer gibt es Isolierglas-Unternehmen, die ein Sammelsurium an Softwarelösungen unterschiedlicher Hersteller einsetzen, aber die werden glücklicherweise immer seltener  – die Insellösungen sterben aus. Auch die Unternehmensgruppen, die am Standort A eine andere Softwarelösung einsetzen als am Standort B und am Standort C wiederum von beidem etwas, findet man nicht mehr häufig.


Vernetzen Sie alle Unternehmensbereiche mit einer durchgängigen Branchensoftware Grafik

Die Basislösungen ERP-System und Produktionssoftware einschließlich Zuschnittoptimierung, die Kernbereiche der Unternehmenssoftware, stammen bei fast allen Produzenten von dem gleichen Produzenten. Fremdlösungen sind bisweilen bei angeflanschten Modulen und Zusatzlösungen zu finden, etwa in der Lieferlogistik oder bei Webshops.

Hier raten wir zur Vorsicht: Auch wenn die Software scheinbar das gleiche leistet und für weniger Geld zu haben ist, kann das am Ende doch teuer werden. So macht es einen großen Unterschied, ob eine Software zur online-Bestellung nahtlos in Ihre bestehende Auftragserfassung integriert oder über eine Schnittstelle ‚angedockt‘ ist. Das gleiche gilt für Lösungen zur Lieferlogistik: Sichere Integration mit Ihren technischen und kaufmännischen Systemen erreichen Sie nur, wenn Sie mit ‚ihrem‘ Softwarepartner zusammenarbeiten. Schnittstellen zu Fremdsystemen bergen stets potenzielle Risiken.

Bei einem ganzheitlichen System ist jede Information in Echtzeit dort verfügbar, wo sie benötigt wird. Auftragsdaten werden nur einmal erfasst und automatisch allen beteiligten Unternehmensbereichen zugänglich gemacht. CNC-Maschinen sollen nicht in der Fertigung programmiert werden, sondern online angesteuert werden – auch das ist nur bei vollständig integrierten Lösungen möglich. Denken Sie bitte auch daran, was wir oben zur Materialwirtschaft gesagt haben: Die ‚MaWi‘ muss in Sekundenschnelle wissen, welche Teile benötigt werden – und ebenso schnell Rückmeldung geben bzw. situativ reagieren können. Die Smart Factory verwirklichen Sie nur mit einer ganzheitlich vernetzten, intelligenten Software-Suite!

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