Durchgängige Digitalisierung:

Glasindustrie 4.0 beginnt im Office

Smart Factory Info Teil 1/3


Nach wie vor bedeutet Industrie 4.0 für viele Unternehmen die Digitalisierung Ihrer Fertigung. Das ist verständlich, denn Themen wie digital kommunizierende Maschinen und Werkstücke, Robotereinsatz und Predictive Maintenance sind wichtig, um die Weichen für zukünftige Fertigungsumgebungen richtig zu stellen.

Doch darüber tritt oft in den Hintergrund, dass die Digitalisierung der Kommunikation mit Kunden, Lieferanten und Partnern Voraussetzung ist, um eine ‚Smart Factory‘ durchgängig zu verwirklichen. Wer von einer selbststeuernden Produktion träumt, während in der Auftragsbearbeitung immer noch stapelweise Faxbestellungen, oft mit zeitraubenden Klärungsgesprächen am Telefon, den geschäftlichen Alltag bestimmen, der springt zu kurz, und seine Auftragsabwicklung wird zum Flaschenhals.

Online statt Fax
Die Digitalisierung des Angebots-, Bestell- und Auftragswesens zwischen Marktpartnern hat höchsten Stellenwert.Sie kommt den veränderten Kaufgewohnheiten des Kunden im privaten Bereich entgegen. Man bestellt online rund um die Uhr, und zwar zunehmend auf mobilen Geräten. Warum nicht auch im kommerziellen Bereich?
Viele innovative Unternehmen der Glas- und Fensterbranche haben das verstanden und mit dem Aufbau von Webshops begonnen.
Ein gefragtes Produkt dafür ist A+W iQuote aus der aktuellen Produktgeneration des Software-Herstellers A+W, das für die benutzerfreundliche Anwendung aufmobilen Endgeräten entwickelt wurde. Anwender, die A+W iQuote bereits im Echtbetrieb einsetzen, sind begeistert.

Bestellung via Webshop: Flexibel und sicher
Denn die Bestellung mit A+W iQuote bedeutet für den Kunden höchste Flexibilität, Mobilität und Zeitersparnis. Er benötigt keine installierte Bestellsoftware und keinen Büro-Arbeitsplatz, sondern lediglich ein mobiles Endgerät, auf dem er einen Web-Browser nutzen kann. Der Anwender kann mit seinem Endkunden vor Ort Produktvarianten, Preise und andere Optionen durchspielen und korrekte Angebote erstellen – denn er arbeitet stets mit den aktuellen Daten im ERP-System des Produzenten: Produkte, Preise, Konditionen – alles passt. Der Anwender verwendet seinen persönlichen Login beim Hersteller. A+W iQuote führt ihn intuitiv durch den Konfigurationsprozess bis hin zum fertig kalkulierten Angebot oder Auftrag inklusive grafisch ansprechender Abbildungen.

Einer der ersten Anwender in der Flachglas-Branche war der schwedische Isolierglas-Hersteller Osby-Glas. Geschäftsführer Joel Rosenqvist ist begeistert: „Unsere Kunden“ erklärt Joel, „können mit A+W iQuote keine Erfassungsfehler mehr machen – was bestellt wird, kann auch gebaut werden. Die gesamte Bestellung durchläuft eine Restriktionsprüfung auf Basis unserer in A+W Business (ein A+W ERP-System) hinterlegten Stammdaten. Der Kunde übermittelt uns also eine technisch korrekte vollständige Bestellung. Es kommt nicht zu Rückfragen und langwierigen Klärungen am Telefon oder per E-Mail. So erreichen wir spürbar höhere Effizienz im gesamten Bestellvorgang.“

Vorteile für Kunden und Produzenten
Alle oben beschriebenen Maßnahmen eliminieren unproduktive Arbeit sowohl beim Kunden als auch beim Produzenten. Die meisten online-Bestellungen können direkt oder nach kurzer Prüfung direkt an die Produktion übergeben werden – ganz ohne doppelte Auftragserfassung. Das spart Zeit und Geld in der Auftragsbearbeitung und trägt zur Verkürzung der Durchlaufzeiten bei: Online bestellt – schneller geliefert. Die Ersparnisse auf Produzentenseite sind so bedeutend, dass manche Produzenten für Bestellungen über A+W iQuote Rabatte gewähren. Darüber hinaus können sich die Kunden jederzeit ein Bild über den aktuellen Bearbeitungsstand Ihres Auftrages machen und alle notwendigen Dokumente (Rechnungen, Lieferscheine) über das integrierte Infoportal herunterladen.

Alles am Lager? Zuverlässig liefern mit digitaler Materialwirtschaft
Noch gehört das Bild leider in vielen Unternehmen zum Alltag: Ein Mitarbeiter wandert mit Papier und Stift bewaffnet durchs Lager und überprüft, ob für einen wichtigen Auftrag das notwendige Material vorhanden ist. Wenn etwas fehlt, führt ihn sein Weg zurück ins Büro, wo er bestellt oder bestellen lässt – natürlich wiederum manuell, per Telefon, E-Mail oder Fax. Wertvolle Zeit geht verloren, eventuell können zeitnahe Liefertermine nicht bestätigt werden.

Digitale Materialwirtschaft: Alle Ein- und Ausgänge müssen konsequent gebucht werden.

Lager digital
Digitale Materialwirtschaft und Lagerführung sollten daher feste Bestandteile ihrer Unternehmenssoftware sein, und sie sollten vor allem auch konsequent genutzt werden! Jede noch so exotische Lagerplatte, jedes Paket Abstandhalter, jedes Fass mit Dichtstoff, kurz, alles, was Sie zur Abarbeitung eines Auftrages brauchen, muss im System bekannt sein!

Bei optimaler Konfiguration können in Ihrer Materialwirtschaft Mindestbestände hinterlegt werden. Bei Unterdeckung schlägt Ihre Software Alarm und löst, wenn Sie das so möchten, automatisch die notwendigen Nachbestellungen aus.

Voraussetzung dafür ist natürlich, dass alle Mitarbeiter die digitale Materialwirtschaft ‚leben‘. Das heißt, sämtliche Ein- und Ausgänge werden konsequent gebucht und im System hinterlegt. Das kann mit Hilfe einer gut konfigurierten Barcodelösung geschehen. Nur dann kann Ihre digitale Lagerverwaltung dafür sorgen, dass jederzeit alle notwendigen Teile verfügbar sind.

Vor allem aber wird eine gute Materialwirtschaft, wie etwa bei den A+W-Systemen A+W Business und A+W Enterprise, vollständig in Ihr Auftragserfassungssystem eingebunden sein. Das heißt, Sie können keinen Liefertermin bestätigen, wenn Sie nicht vorher das ‚ok‘ von der ‚MaWi‘ bekommen haben. Wenn Ihr System richtig konfiguriert ist, wird die Lagersituation automatisch vom System abgefragt, bevor Sie einen Auftrag bestätigen und in der Produktionsplanung zur Fertigung einplanen können.

Vernetzung aller Partner
Es versteht sich von selbst, dass das Unternehmen für eine derart automatisierte Lager- und Beschaffungswirtschaft intern durchgängig vernetzt sein muss – anders können Realtime-Informationen über die Material- und Beschaffungssituation nicht zusammengeführt werden.

Immer größere Bedeutung gewinnt aber auf dem Weg zu Industrie 4.0 die Einbeziehung der Lieferanten in diese Vernetzung. Hier müssen zur Vereinfachung der Bestellkommunikation zunehmend digitale Plattformen für die Kommunikation und Bereitstellung wichtiger Informationen entstehen – letztlich müssen alle Partner in der Supply Chain digital vernetzt sein. So ist es denkbar, dass Ihr Beschaffungssystem künftig blitzschnell die Lieferfähigkeit verschiedener Lieferanten abgleichen und selbstständig auf die aktuelle Situation reagieren kann.

Mit ‚Materialwirtschaft 4.0‘ sichern Sie nicht nur zuverlässig Ihre Flexibilität und Lieferfähigkeit, sondern Sie sparen auch jede Menge unproduktiver Arbeit ein – denn der Kollege, der mit Auftragspapieren und Stift im Lager unterwegs ist, kann in dieser Zeit ja auch nützlichere Dinge tun …

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