VFF-Bericht zum deutschen Fenster- und Außentürenmarkt 2016

Wir stellen Ihnen die zentralen Ergebnisse vor

VFF-Bericht zum deutschen Fenster- und Außentürenmarkt 2016

 

Was kommt dabei heraus, wenn die neuesten Bautätigkeitszahlen zum Neubau- und Modernisierungsmarkt sowie Informationen zum Fenster- und Außentürenmarkt aus Primärerhebungen ermittelt werden? Zwei spannende Studien des Verbandes Fenster + Fassade (VFF) zum aktuellen Stand in Sachen Fenster und Außentüren in Deutschland.*

 

Im folgenden Beitrag zeigen wir Ihnen in einem kurzen Überblick, welche Fakten Sie wissen müssen und stellen Ihnen die zentralen Ergebnisse der aktuellen VFF-Studien vor.

 

Fenstermarkt-Wachstum setzt sich auch 2016 und 2017 fort

In diesem Jahr dürfte das Marktvolumen um 4,2% auf insgesamt 14,0 Mio. Fenstereinheiten (FE) wachsen. Dieser positive Trend wird sich laut Prognose auch in 2017 in gleichem Umfang fortsetzen. Denn nach einer Stabilisierung des Marktvolumens von 13,4 Mio. FE in 2015 steigt es nur zwei Jahre später um insgesamt 1,1 Mio. FE. Dieser seit knapp zehn Jahren insgesamt positive Trend zeichnet sich auch in der folgenden Grafik weiter deutlich ab:

Neubauten sind Treiber des Marktwachstums

Betrachtet man die Treiber dieses prognostizierten Wachstums, so zeigt sich, dass vor allem durch den Neubau eine gestiegene Fensternachfrage generiert wird. In diesem Sektor liegt das Wachstum der Bautätigkeit mit +10,3% in 2016 deutlich über dem nur sehr leichten Zuwachs in der Modernisierung von Bestandsbauten mit gut +1% für das laufende Jahr. Aus Kapazitätsgründen liegt die Wachstumsrate hier nur knapp über dem Vorjahresniveau. Allerdings macht das Modernisierungsvolumen mit 8,1 Mio. FE in 2016 rund 73% des Gesamtvolumens am Fenstermarkt aus. Fensterbauer können also auch in diesem und nächsten Jahr mit einer guten Auftragslage rechnen.

Im Wohnungsbau stärkere Zuwächse als im Nichtwohnbau

Vorallem aufgrund der Zuwanderungen in diesem und nächstem Jahr wird der Wohnungsbau spürbar ansteigen. Für die Fensterproduktion bedeutet dies Zuwächse in Höhe von 5,1% für 2016 bzw. 5,2% für 2017. Mit 9,3 Mio. Einheiten gehen rund zwei Drittel aller produzierten Fenstereinheiten demnach auf den Wohnungsbau zurück. Demgegenüber wird bis Ende 2017 für den Nichtwohnbau nur ein leichtes Marktwachstum von +2,5% bzw. 2,2% erwartet.

Bei den Materialarten machen Kunststofffenster mit fast 60% weiterhin mehr als die Hälfte aller Rahmenmaterialien aus. Durch den sich besser entwickelnden Wohnungsbau wird diese beliebteste Materialart auch zukünftig weiter wachsen. Demgegenüber werden die an zweiter Stelle folgenden Metallfenster vorallem aufgrund des sich schwächer entwickelnden Nichtwohnbaus bei einem Marktanteil von 18% leicht fallen. Der Anteil der Holzfenster wird sich bis Ende 2017 auf 15% reduzieren, während der Marktanteil der Holz-Metallfenster allmählich auf 9% ansteigt.

VFF-Bericht zum deutschen Fenster- und Außentürenmarkt 2016

Spürbare Zuwächse bis Ende 2017 auch für Außentürenmarkt prognostiziert

Nachdem im vergangenen Jahr der Außentürenmarkt auf dem Vorjahresniveau von 2014 stagnierte (+0,1%), beträgt das diesjährige Wachstum +4,1%. Nach insgesamt 1,4 Mio. produzierten Außentüren in 2016 werden für 2017 nochmals Zuwächse in gleicher Höhe erwartet. Das Marktvolumen beträgt dann 1,46 Mio. Stück.

Wie auch im Fenstermarkt wird durch die gestiegene Bautätigkeit im Neubaubereich das Außentüren-Wachstum in diesem Sektor stark zulegen. Hier werden Wachstumsraten von rund 12% bzw. 10% für dieses und nächstes Jahr erwartet. Das Modernisierungswachstum bleibt jeweils nur knapp über dem Vorjahreswert, wie das folgende Diagramm verdeutlicht:

Der Markt für Außentüren im Wohnbau legt in 2016 und 2017 deutlicher zu, als im Nichtwohnbau. Das Marktvolumen in letzt genanntem Sektor wird bis Ende 2017 für 287.000 Stück erwartet. Im Wohnbau liegt die Prognose bei rund 1,17 Mio. Stück.

PVC- und Metalltüren weiter im Trend

Unterschieden nach Materialarten zeigt sich, dass sowohl PVC- als auch Metalltüren mit jeweils 32,8% bzw. 32,5% bis Ende des nächsten Jahres den größten Anteil im Außentürenmarkt ausmachen. Mit dem deutlichen Wachstum des Wohnungsbaus geht auch der weitere Zuwachs von Marktanteilen für diese Materialart einher.

Fenster- und Türenhersteller können sich also auf eine zunehmende Nachfrage freuen. Aufgrund der positiven Prognosen bis ins kommende Jahr hinein ist mit einer guten Auftragslage zu rechnen. Dabei können sie vorallem stärker mit Aufträgen aus dem Neubaubereich für Wohnraum rechnen. PVC- und Kunststoffmaterialien dürften weiterhin am stärksten verbaut werden.

*mit freundlicher Genehmigung des Verbands Fenster und Fassade. Die vollständigen Studien können Sie über den Online-Shop der Fensterverbände beziehen.