Glas und Fenster von der Waterkant

Stader Glas investiert in moderne Fertigungstechnologie


Mit dem Aufbau einer rundum erneuerten Fensterfertigung hat der mittelständische Isolierglashersteller und Fensterbauer Stader Glas einen wichtigen Innovationsschritt getan und seine Kapazitäten erweitert. In Buxtehude, nicht weit vom Stader Stammhaus, fand das Unternehmen mit einer großzügigen, barrierefreien Halle ideale Bedingungen zur Produktion seiner ELKA Fenster- und Türensysteme.


In der neuen Fensterfertigung findet sich durchweg modernste Rotox-Technologie wie hier die Vierkopf-Schweißmaschine.

Platz für effiziente Fertigungsorganisation: Profillager, Bearbeitungszentrum, im Hintergrund die Schweißanlage.

Die hoch automatisierte Fensterfertigung konnte, sozusagen ‚nach Wunschzettel‘, auf höchste Effizienz zugeschnitten werden. Das beginnt mit der optimalen Platzierung des Profillagers direkt vor dem Bearbeitungszentrum zur direkten Beschickung. In dieser Halle wird im durchaus positiven Sinn kein Schritt zu viel getan. Weder Bauteile noch Produktionspapiere werden hin und her getragen – es gibt keine ‚wertlose‘ Arbeit. Puffersysteme, Shuttles und Transportstrecken aus dem Hause Rotox sorgen dafür, dass die Bauteile in den verschiedenen Fertigungsabschnitten den richtigen Weg durch die Produktion finden und zur Hochzeit und Verglasung intelligent zusammengeführt werden.

Gesteuert wird diese High Tech Fertigung von der Branchensoftware A+W Cantor. Informationen, die früher auf Papier bereitgestellt wurden, finden sich nun auf großzügigen Fertigungsbildschirmen, Fertigungsschritte werden mittels durchgängiger Barcode-Unterstützung ausgelöst und fertiggemeldet, an maschinellen wie manuellen Arbeitsplätzen: Maschinentechnologie, Puffer- und Transportsysteme und das steuernde A+W Cantor EDV-System arbeiten Hand in Hand und sind optimal auf einander abgestimmt.

Sauber geplant – pünktlich geliefert

Niemand muss Teile suchen, alles steht zur richtigen Zeit am richtigen Platz bereit. Dafür hat bereits vor Produktionsbeginn die A+W Cantor Materialwirtschaft (MaWi) gesorgt: Jeder Auftrag wird sofort, nachdem er „klar“ ist, von A+W Cantor eingeplant. Kapazitäten in der Fertigung werden reserviert, Start- und Endtermin der Produktion und vor allem der Liefertermin werden ermittelt.

Dank der Materialwirtschaft ist mit der Erfassung eines Auftrages automatisch bekannt, ob alle notwendigen Teile vorhanden sind oder ob etwas nachbestellt werden muss. Das funktioniert zuverlässig und gibt dem Stader-Team höchste Planungssicherheit. „Die MaWi“, erklärt Geschäftsführer Hans-Hermann Lemke, „ist auf richtig gutem Niveau – ein ganz klarer Pluspunkt für A+W Cantor.“

Die so sauber verplanten und auf Machbarkeit geprüften Aufträge laufen dann zuverlässig, ohne Störung und schnellstmöglich durch die Fertigungsprozesse. Das führt zu höchster Liefertermintreue und damit natürlich auch zu hoher Kundenzufriedenheit.

Referenzobjekt Hafencity in Stade

Intelligente Fertigungslogistik

Rahmen und Flügel, an denen alle notwendigen Bearbeitungen durchgeführt sind, werden über Transportstrecken und Shuttles auf definierte Stellplätze in Puffern verbracht und dort zwischengelagert bzw. direkt zur Hochzeit weiterbefördert. Flügel, Rahmen und Glas werden zentral und zeitoptimiert zusammengeführt. Das Ein- und Aussteuern der Elemente geschieht im ausgeklügelten Zusammenspiel der Puffer- und Fördertechnologie mit der A+W Cantor Produktionssoftware.

Automatisch finden in der Verglasung Scheibe und Bauelement zueinander: Nach einer auftragsbezogenen Vorerfassung der Scheiben mittels Scanner und Barcode kann die entsprechende Scheibe eingeschleust und, durch Lesen eines Barcodes auf dem Flügel, vom Werker in der Verglasung angefordert und ausgesteuert werden. Weil keine Scheibe gesucht und unnötig manuell bewegt werden muss, kommt es zu weniger Schäden wie Kratzern und Glasbruch.

Einlegen der Armierungen am BAZ. Sämtliche Informationen werden auf großen übersichtlichen Monitoren angezeigt.

Manueller Arbeitsplatz mit A+W Cantor CIM Monitor

Isolierglasfertigung und Verwaltung in Stade

Im Stammhaus in Stade produziert das Unternehmen seit 1969 Funktionsisoliergläser für Bauelemente-Hersteller, Fassaden- und Metallbauer in Norddeutschland und selbstverständlich für die eigene Fensterfertigung, die 1979 aufgenommen wurde. Damit zählt Stader Glas zu den wenigen Unternehmen in Deutschland, die sowohl Isolierglas als auch Kunststofffenster und -türen herstellen. Stader Glas liefert die gesamte Palette der hochwertigen Sanco-Funktionsgläser wie hochwärmedämmende Isoliergläser, kombinierte Schall-/Wärmeschutzgläser, Sonnenschutz Isoliergläser und Sicherheitsgläser.

Für die Bereiche Glas und Fenster werden Vertrieb und Beratung, Auftragsabwicklung und Versandsteuerung zentral in Stade abgewickelt. In beiden Geschäftsbereichen setzt Stader Glas seit Jahrzehnten auf ganzheitliche A+W Software. Das Unternehmen legt viel Wert auf kompetente Kundenbetreuung durch den Innendienst: Man versteht sich als Partner der Kunden und Problemlöser bei komplizierten Fällen.

Glasbestellungen aus der Fensterbau-Software A+W Cantor werden via EDI elektronisch in A+W Business übertragen, das kaufmännische Softwaresystem im Bereich Glas. Mit der EDI Anbindung, erklärt IT Leiterin Karin Heinsohn, werden sämtliche Bestellparameter wie z.B. komplexe Glasaufbauten, Modelle und Sprossen zuverlässig und in der Regel ohne manuelle Nachbearbeitung direkt in A+W Business übernommen und von dort zur Verplanung mit A+W Production in die Glasproduktion übergeben. Auch für den Glasbereich, erklärt Geschäftsführer Hans-Hermann Lemke, stehen demnächst Investitionen in Software und Maschinen an, damit das Unternehmen auch dort seine Prozesse weiter optimieren und die Produktionskosten senken kann.

Kompaktlager mit Portalbeschickung in der Isolierglasfertigung

Rahmen- und Flügelpuffer mit verfahrbarem Kipptisch – das Herzstück der Fertigungslogistik

Spitzenservice für Spitzenprodukte

Neben höchster Qualität, einem breiten Produktspektrum und der Bereitschaft zu konsequenter Innovation ist es vor allem eine ausgeprägte Servicekultur, die Stader Glas auszeichnet. Dazu gehört neben der erwähnten sachkundigen und engagierten technischen Beratung auch die Unterstützung des Kunden bei schwierigen Installationssituationen auf der Baustelle: Alle LKWs des Stader Glas Fuhrparks sind mit Kränen ausgestattet, auch Saugerrahmen mit hoher Tragkraft stehen zur Verfügung. Damit können die Stader Glas Spezialisten vor Ort professionelle Abstell-, Montage- und Einsetz-Hilfe leisten und dabei Entfernungen bis zu vierzehn Metern überbrücken – eine interessante Serviceleistung vor allem für Metall- und Fassadenbauer, die Zeit und Personalkosten spart. Das setzt fachkundige Fahrer voraus, die damit zu Markenbotschaftern werden – ein Konzept, das seit Jahren zur Kundenbindung beiträgt.


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Freude über das gelungene Innovationsprojekt - von links: Sandra Kugler, Vertrieb A+W Clarity; Hans-Hermann Lemke, Geschäftsführer Stader Glas; Karin Heinsohn, IT-Leiterin Stader Glas; Ralf Lüdtke, Produktionsleiter Stader Glas; Nicole Dießel, Vertrieb A+W Cantor