Glas Herzog

Pionier für Automation – intelligente Isolierglasfertigung


Im Jahr 2006 geht im Badischen die erste online-Isolierglasfertigung in Betrieb. Das mittelständische Unternehmen Glas Herzog bindet erstmals ein automatisches Sortiersystem direkt an eine Isolierglaslinie an. Der Widerspruch „Glasausbeute versus optimale Fertigungssequenz“ wird auf intelligente Weise gelöst.


Produktionsmanagement und Laufbildung in der Arbeitsvorbereitung

A+W Production Monitor am Schneidtisch

Die automatische Fließfertigung führt bei Glas Herzog zu höchster Fertigungseffizienz. Im Innovationsnetzwerk mit dem Softwarepartner A+W und dem Maschinenpartner HEGLA entsteht eine Lösung, die heute bei anspruchsvollen Isolierglasherstellern zum Industriestandard geworden ist.

Neue Lösungen erfordern aber zunächst mal Mut zur Innovation, und der gehört offenkundig zur DNA des inhabergeführten Unternehmens in Waghäusel. Auch die Aufnahme der Isolierglasproduktion bereits im Jahr 1962 durch die damalige Spiegelbelegerei und Schleiferei gehört zu dieser Unternehmenskultur. Seit 1993 setzt Glas Herzog in der Fertigung wie in der Verwaltung auf A+W Software.

Heute findet man bei Glas Herzog ausschließlich modernste Anlagentechnik und ganzheitliche Softwaresteuerung – von der Angebotserstellung über das Fertigungsmanagement bis zum Versand. Mit diesem Ensemble fertigt das Familienunternehmen die gesamte Palette anspruchsvoller Funktions-Isoliergläser der Climaplus- Serie, darunter Spezialprodukte wie beheizbare Gläser, hochwertige Türfüllungen und Isolierglas-Einheiten mit innenliegender Jalousie (Isolette).

Glas Herzog beliefert vor allem Kunden in Süddeutschland sowie den angrenzenden Nachbarländern mit seinen hochwertigen Glasprodukten. Die Abnehmer sind vor allem Fensterbauer und Matallbauer.

Qualifizierte Mitarbeiter

Das badische Unternehmen beschäftigt heute ca. 80 Mitarbeiter. „Der hohe Automationsgrad“, erklärt Geschäftsführer Andreas Herzog Senior, „sorgt nicht nur für kostengünstigere Fertigung bei verbesserter Qualität, sondern entlastet auch unsere Mitarbeiter von gesundheitsschädlichen Tätigkeiten, vor allem vom manuellen Handling schwerer Gläser. Statt zu schleppen, bedienen sie eigenverantwortlich anspruchsvollste Maschinentechnologie. Daher haben wir auch weniger Hilfsarbeiter, sondern zunehmend qualifiziertes Personal, das stolz auf seine verantwortungsvollen Tätigkeiten ist.“

So liegt es durchaus im eigenen Interesse des Unternehmens, dass Glas Herzog junge Menschen ausbildet – Flachglasmechaniker und Glasbautechniker in der Fertigung, Industriekaufleute im kaufmännischen Bereich. Die meisten bleiben nach ihrer Ausbildung im Unternehmen.

Isoliergläser für alle Anwendungen

Glas Herzog fertigt auf drei Isolierglaslinien Einheiten mit dem Swiss Spacer Abstandhaltersystem, mit Super Spacer für warme Kante sowie auf einer Speziallinie Mehrfach-Isolierglas für hochwertige Türfüllungen.

An allen Linien sorgen Viprotron Qualitätsscanner für maximale Qualität – fehlerhafte Scheiben werden erkannt, ausgeschleust und nachgefertigt. Auch bei dieser Technologie zählt Glas Herzog zu den Pionieren: Bereits seit 2000 sind in Waghäusel Qualitätsscanner an den Iso-Linien im Einsatz.

2017 reagiert Glas Herzog auf die steigende Nachfrage nach VSG-Gläsern: Eine hoch leistungsfähige VSG-Zuschnitt-Anlage mit integriertem Restplattenmanagement sorgt von nun an für noch bessere Versorgung der Fertigungslinien mit laminierten Gläsern. Dank modernster Maschinentechnik können auch Modelle CNCgesteuert geschnitten werden – das ist wichtig für Glas Herzog, da viele Modelle im Auftragsmix sind. Die Optimierungssoftware A+W Realtime Optimizer sorgt für höchste Flexibilität und beste Optimierungsergebnisse.

Der ReMaster Restplattenspeicher ist in die A+W Optimierung eingebunden: Wenn Glasart und Größe eines Restblattes passen, nutzt der A+W Realtime Optimizer die Scheibe automatisch für den aktuellen oder nächstmöglichen Optimierungslauf. So werden die wertvollen Anschnitte nicht nur innerhalb der Schneidlinie gut zugänglich vorgehalten, sondern auch prozessoptimiert verarbeitet. Das spart viel Glas und sorgt für flüssige Abläufe im Zuschnitt – niemand muss Restplatten manuell entfernen und „irgendwo“ abstellen.

Spezial-Isolierglaslinie zur Fertigung hochwertiger Haustürfüllungen mit bis zu 4-fach-Isolierglas

Rahmenschweißautomat für Swisspacer-Profile

Durchgängige Unternehmenssoftware

Die ganzheitliche A+W Software steuert und kontrolliert sämtliche Prozesse von der Angebotserstellung und Auftragserfassung über die Produktionsplanung und -steuerung mit A+W Production 6 bis zur Auslieferung der fertigen Produkte.

Mit dem ERP-System A+W Business 6 kann das Glas Herzog Team nicht nur Angebote, Aufträge, Gutschriften, Bestellungen und Anfragen erfassen, kopieren und verwalten, sondern auch andere Firmenbereiche steuern (z. B. Lager, Einkauf, Versand, Tourenplanung etc.). Die Geschäftsleitung schätzt die vielfältigen Möglichkeiten für unternehmerische Analysen, Statistiken und Auswertungen mit Hilfe des integrierten Analysetools Crystal Reports.

Viele Aufträge gehen bereits elektronisch via EDI bei Glas Herzog ein und werden direkt in A+W Business übernommen. Sämtliche kaufmännischen und technischen Daten stehen unternehmensweit zur Verfügung. A+W Business „kennt“ den Status jedes Auftrags in der Fertigung und ermöglicht entsprechende Auskünfte bei Kundenanfragen.

„A+W Business 6 ist die bisher beste Version der kaufmännischen A+W Software“, meint Geschäftsführer Andreas Herzog Junior. „Das System funktioniert zuverlässig, dank des Stücklistenkonzepts lassen sich alle Produkte abbilden. Und wenn es doch mal hakt, bietet A+W zuverlässigen Service – unsere Ansprechpartner, mit denen wir seit Jahren zusammenarbeiten, sind kompetent, sie helfen uns schnell und unkompliziert.“

In der Arbeitsvorbereitung werden die Aufträge mit Hilfe von A+W Production nach fertigungstechnischen Gesichtspunkten auseinandergezogen; einzelne Auftragspositionen werden unabhängig voneinander produziert und im Versand zuverlässig wieder zusammengeführt. Packlisten, die auf Wunsch auch elektronisch übermittelt werden können, unterstützen den Kunden von Glas Herzogbei seiner innerbetrieblichen Logistik.

Zuschnitt-Steuerung mit dem A+W Realtime Optimizer

Freude über die jüngsten Innovationen – von links: Thomas Herzog, Geschäftsführer; Sandra Kugler, A+W Vertrieb und Kundenbetreuerin von Glas Herzog; Andreas Herzog jun., Geschäftsführer; Andreas Herzog sen., Geschäftsführer

Maximale Kundenorientierung

Glas Herzog ist in der Branche als zuverlässiger, innovativer Isolierglaspartner mit höchster Lieferfähigkeit bei gleichbleibender Spitzenqualität bekannt. Es ist das breite Leistungsspektrum von der sachkundigen Beratung über die Produktion auf modernsten Anlagen bis hin zur pünktlichen Auslieferung, das die Kunden an Glas Herzog schätzen. Der persönliche Kontakt mit den Kunden ist partnerschaftlich und lösungsorientiert. Dieser Leistungsmix hat dem badischen Traditionsunternehmen zu einem stabilen Kundenstamm verholfen – manche Kunden kaufen bereits seit dreißig Jahren bei Glas Herzog.

Neuer Call-to-Action

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2017 wird die neue VSG-Zuschnittanlage mit Remaster, die auch Modelle automatisch schneidet, in Betrieb genommen. Der A+W Realtime Optimizer steuert die Anlage mit höchster Flexibilität.


Information

Frischzellenkur für den SortJet

Die aktuelle Optimierungssoftware zur Steuerung automatischer Sortiersysteme ist A+W DynOpt II. Diese Premium-Lösung bietet noch mehr Möglichkeiten als die erste DynOptGeneration, etwa in den Bereichen Ausbeute, Eilaufträge, Bruchscheiben, Restblatt- Management etc. Das Problem: Zu der ersten SortJet-Generation wie bei Glas Herzog ist DynOpt II nicht kompatibel.

Was tun? Der Austausch des Sorters wäre sehr teuer geworden, und Glas Herzog hätte drei Wochen Produktionsstillstand in Kauf nehmen müssen. Eine Herausforderung für die A+W DynOpt Experten: War das Problem auf Software-Ebene nicht eleganter und für die betroffenen Kunden preisgünstiger zu lösen? Kurzerhand wurde bei A+W ein Projektteam erfahrener Optimierungs-Spezialisten zusammengestellt. Diese Entwicklergruppe „baute“ einen Konverter, mit dem sich DynOpt II auf den vorhandenen Maschinen nutzen lässt – mit allen genannten Vorzügen der aktuellen Softwaregeneration. Virtuelle Tests verliefen erfolgreich.

Gleichwohl war die Spannung groß: Würde das tatsächlich im Echtbetrieb funktionieren? Es funktionierte problemlos. A+W installierte den Konverter innerhalb weniger Tage, und der Livegang hätte erfolgreicher nicht sein können. „Es war“, so Geschäftsführer AndreasHerzog Junior, „als habe man lediglich einen Schalter umgelegt. Ein ganz reibungsloses Ding.“

HEGLA SortJet mit online-Anbindung an die Isolierglaslinie: Jetzt noch effizienter mit A+W DynOpt II


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