Hoch automatisierte Fertigung

Siems feiert zehn Jahre Partnerschaft mit A+W

Vor zehn Jahren suchte man im Hause Siems eine neue ganzheitliche Software, die das dynamische Wachstum und die stetigen Entwicklungen im Unternehmen mit neuen Maschinen, Hallen und Konzepten optimal unterstützen konnte. Man hat sich damals für A+W Cantor von A+W entschieden. Zehn Jahre – das ist noch nicht so lange her. Dennoch hat sich das Unternehmen, nicht zuletzt getrieben von der intelligenten Softwarelösung, gewandelt, neu erfunden und vergrößert. Im Folgenden blickt Siems auf die letzte Dekade zurück.

Die Inhaber des Unternehmens sind die Brüder Bertram, Karl-Wilhelm und Uwe Siems. Selber in einer Tischlerei aufgewachsen, wissen Sie genau, worauf es beim Fensterbauen ankommt. Gemeinsam bringen sie bei Siems die Produktentwicklung mit einzigartigen Ideen voran.

Paradebeispiel Hebe-Schiebetür

Stolz ist man bei Siems auf die eigens entwickelte Hebe-Schiebetür-Konzeption. Die größten Probleme bei Hebe-Schiebetüren sind die Maße und das Gewicht. Zusammenbauen im Werk ist das eine, Transport und vor allem das Positionieren auf dem Bau das andere und die größere Herausforderung.

Mit dem Profilhersteller Inoutic haben die Brüder Siems einen Partner gefunden, der bereit war, ein zuverlässiges und innovatives System mitzuentwickeln, bei dem der Rahmen erst auf der Baustelle zusammengebaut wird – bis hin zu einem Uw-Wert von 0,78. Damit ist der Transport dieser Elemente kein Problem mehr. Ein Kran ist nicht mehr erforderlich. Für die Kunden von Siems eine komfortable Sache, da die ganze Organisation und Koordination rund um das Vertragen wegfällt.

Statt mehrerer Arbeiter benötigt man jetzt für die Montage nur noch zwei Personen. Dass diese beiden Monteure die Tür dann in nur 4:15 Minuten zusammenbauen, kann man sich auf der Homepage von Siems sogar im Video ansehen. Die Brüder Siems betonen, dass die Türen auf Wunsch des Kunden auch weiterhin im Werk zusammengebaut werden können. Alle drei gehen aber davon aus, dass diese Variante kaum noch in Anspruch genommen werden wird.

Sämtliche Arbeitsplätze in der Produktion sind mit Bildschirmen ausgestattet. Bei Siems wird praktisch papierlos gearbeitet, was zu sicheren und zügigen Produktionsabläufen führt.

Entwicklung in den letzten 10 Jahren

Schon vor mehr als zehn Jahren hat man sich entschlossen, auf das Endkundengeschäft zu verzichten und sich zu 100% auf den Absatz über Wiederverkäufer zu konzentrieren. Eine gute Entscheidung, die für eine stetig wachsende Stammkundschaft sorgte. Weitere Meilensteine zur Expansion waren, gleich zum Start 2004, der Umzug in die neue Fertigungshalle mit 3.400 qm, gefolgt von der Entscheidung für die neue Software-Lösung A+W Cantor in 2005.

»Seit der Inbetriebnahme der Software hat sich das Unternehmen glatt verdoppelt«, erläutert Uwe Siems. Das trifft aber auf die Mitarbeiterzahlen nicht zu, da man gleichzeitig die Effizienz in der Verwaltung und in der Fertigung konsequent optimiert hat. Alle Prozesse in der Verwaltung sind dank des IT-Systems papierlos. Kundenakten, die im Prozess mitlaufen, gibt es schon lange nicht mehr. Über 60% der Bestellungen gehen direkt aus der Händlersoftware von A+W Cantor in das ERP-System. Mit den Händlern wurde vereinbart, dass die Bestellung technisch klar sein muss, wenn sie elektronisch eingeht – Voraussetzung für minimalen Kontrollaufwand und eine wichtige Anforderung an das EDV-System, da alle technischen Produktprüfungen bereits bei dem Händler im Zuge der Erfassung erfolgen müssen.

Seit 2006 wird die Fertigungsfläche stetig erweitert, aktuell um weitere 3.000 qm und das neue Verwaltungsgebäude, auf das sich die Belegschaft schon heute sehr freut. Dann sind Verwaltung und Produktion wieder am gleichen Standort, so wie es vor ca. zehn Jahren der Fall war.

Konsequente Automation

Natürlich ging jeder Erweiterungsschritt auch mit der Investition in Maschinen und Technologie für die Fertigung einher. Ausgefeilte und automatisierte Puffersysteme und Transportstrecken für die Elemente in den verschiedenen Fertigungsabschnitten und das Glas wurden Schritt für Schritt hinzugefügt. Gesteuert wird alles in bester Zusammenarbeit mit den Maschinenpartnern Schirmer, Rotox und Federhenn von A+W Cantor.

Ein durchgängiges Barcode-System in Fertigung und Versand schafft die Voraussetzungen für papierlose Produktion. Dabei ist dieser Anspruch nur ein Teil des Erfolgs. Niemand darf mehr etwas suchen, der Transport der Elemente erfolgt automatisch, die Bereitstellung aus Puffersystemen wird voll automatisiert gesteuert.

Über Transportstrecken und über Software gesteuerte Shuttles werden die Rahmen und Flügel zwischen den Bearbeitungsstationen weiterbefördert und in Puffer verbracht.

Damit ist jeder Handgriff, den die Mitarbeiter in der Produktion machen, wertschöpfend. Sinnlose Tätigkeiten wie Suchen und Vertragen sind eliminiert. Das erreicht man nur, wenn Maschinentechnologie, Puffer- und Transportsystem und steuernde EDV-Systeme Hand in Hand arbeiten und optimal aufeinander abgestimmt sind.

Konzentration statt Hektik

Fragt man die Mitarbeiter, die lange dabei sind, was sich seit der Einführung der A+W Cantor-Software verändert hat, hört man immer wieder: »Es ist viel ruhiger geworden«. Und tatsächlich, wenn man durch die Büros geht und den Sachbearbeitern zuschaut, ist von Hektik keine Spur. Es wird konzentriert und ruhig gearbeitet, das Telefon klingelt nur selten. »Unsere Liefertermintreue ist so gut, dass kaum noch ein Kunde anruft oder nachsieht«.

Jeder Auftrag wird sofort nachdem er »klar« ist von A+W Cantor eingeplant. Einplanen bedeutet, Kapazitäten in der Fertigung, Start- und Endtermin und vor allem der Anliefertag bei dem Kunden werden ermittelt, unter Berücksichtigung von Material auf Lager und Material, das zu beschaffen ist. Die so sauber verplanten Aufträge laufen dann zuverlässig, ohne Störung und schnellstmöglich durch die Prozesse. Das ist das Geheimnis der hohen Liefertermintreue und damit natürlich auch der hohen Kundenzufriedenheit. Ebenso das des ruhigen und konzentrierten Arbeitens bei Siems.

»Mit A+W Cantor haben wir ein Software-System gefunden, dass alle Veränderungen in unserem Hause auf hervorragende Weise mitmacht, alle Prozesse unterstützt und vor allem auch unsere Händler optimal einbindet«, resümiert Karl-Wilhelm Siems.

Das IT-Team, welches die A+W Cantor-Software bei Siems eingeführt hat, pflegt und für zuverlässige Prozesse sorgt – von links : Jens Becker, Silke Nolte und Christa Beeken.