SCHOLLGLAS SACHSEN MIT INDUSTRIE 4.0- DATENPLATTFORM

Veröffentlicht am 04. November 2020

Hoch digitalisierte Fertigungsanlagen bieten immer mehr Sensoren und Schnittstellen, an denen wertvolle Daten abgegriffen werden können. Was aber bislang fehlte, war eine einheitliche, übergeordnete Plattform, auf der die Daten eines heterogenen Maschinenparks automatisch zur integrierten Nutzung und Auswertung zusammengeführt werden. Wo alle Maschinen in einer Sprache mit dem Benutzer und den verbundenen Softwaresystemen reden.
Die Herausforderung besteht darin, in einer bunt gemixten Fertigungsumgebung unterschiedliche Maschinen auszulesen, modernste hoch digitalisierte Anlagen ebenso wie ältere Maschinen mit niedrigerem Digitalisierungsgrad.

 

Genau dafür gibt es A+W IoT Smart Trace. Dieses System ist die intelligente Plattform, an die jeder Maschinenpark über Konnektoren angedockt, ausgelesen, mit Metadaten (wann, wo, durch wen unter welchen Rahmenbedingungen erzeugt und versendet) angereichert und ausgewertet wird. Mit A+W IoT Smart Trace können Glasveredler die Produktion einer einzelnen Scheibe, eines Auftrags oder einer ganzen Charge lückenlos speichern, dokumentieren und auswerten.
Das System stellt den Benutzern alle benötigten Informationen per Mausklick zur Verfügung.

Schollglas Sachsen: Datenerfasssung und -Auswertung automatisieren
Die Firma Schollglas Sachsen könnte man als den „Projektgeschäft-Standort“ unter den 13 Schollglas- Niederlassungen bezeichnen. Dahinter verbirgt sich ein hoch leistungsfähiger Vollsortimenter, der Spitzenprodukte europaweit, im Projektgeschäft auch weltweit vertreibt. Das Unternehmen verfügt über alle technischen Voraussetzungen und das Know-how, auch anspruchsvollste Objekte durchgängig abzuwickeln. Auf 30.000 m² Produktionsfläche fertigen 400 Mitarbeiter aus 120 -Glasarten sämtliche Architektur- und hoch spezialisierte Fahrzeuggläser, vor allem das gesamte Spektrum der technischen- und Sicherheitsgläser sowie Performance-Isoliergläser bis zu Bandmaßgröße.

Schollglas zeigt hier seine Innovationskraft: So wird mit Hilfe einer speziellen Laseranlage GEWE®-com connect gefertigt, eine moderne Verglasungs-Lösung für Gebäude und Züge, die den direkten Durchgang von Mobilfunksignalen durch die Scheiben von Gebäuden und Eisenbahnzügen ermöglicht – das kann nicht jeder Glasveredler anbieten.

Modernste Schleif- und Drucktechnik ermöglicht kreative Lösungen, die beste Performance mit elegantem Design vereinen und so Wege zu faszinierender Architektur und atemberaubender Fassadengestaltung eröffnen. Gemeinsam mit Partnern, oft Metallbau-Unternehmen, entstehen Vorzeigeprojekte, die zu den weltbesten gehören und bis an die Grenzen des technisch Machbaren gehen. Schollglas-IT-Leiter Torsten Brose: „Es gibt praktisch kein Flachglas, das wir hier nicht fertigen

Günter Weidemann, Gründer und Inhaber der Schollglas-Gruppe: „Wir setzen auf durchgängige Digitalisierung und schaffen bei Schollglas Sachsen eine Industrie 4.0 Umgebung, die bislang in der Glasindustrie einmalig ist.“

Wer sich in solchen Sphären bewegt und nicht selten große Mengen an Scheiben rund um den Globus liefert, benötigt eine durchgängige und sichere Fertigungsdokumentation, von der Einzelscheibe bis zur kompletten Charge. Zuverlässige Qualitätssicherung ist essenziell. Freilich macht Schollglas Sachsen das auch jetzt schon, aber mit umständlichen, manuellen Verfahren, bei denen schon ein Schreibfehler oder Zahlendreher zu falschen Zuordnungen und damit erschwerter Verfolgung führen kann. Beim Häuslebauer lässt sich das sicher irgendwie lösen, aber bei Mammutprojekten mit hunderten von Scheiben oder mehr? Bei einer Reklamation kann die Informationssuche aus diversen Ablagen Stunden wenn nicht Tage an Aufwand erzeugen. Mit A+W IoT Smart Trace sind diese Daten nun jederzeit per Mausklick verfügbar.

Das Pionierprojekt: Produktionsdaten digital managen
Es empfiehlt sich, derart anspruchsvolle Digitalisierungsprojekte wie A+W IoT Smart Trace nicht gleich mit allen Technologien umzusetzen – vor allem, wenn man der erste Anwender überhaupt ist. Prozesse müssen neu definiert, Mitarbeiter einbezogen und